Kinofilme sind für die große Leinwand gemacht: beeindruckende Landschaften, Großaufnahmen einzelner Darsteller und ausgeklügelte Trick- und Soundeffekte, die das Cineastenherz höherschlagen lassen. Mit einem Heimkino holen Sie sich cineastisches Filmvergnügen in die eigenen vier Wände. Aus welchen Komponenten ein Heimkino besteht, welche Modelle es gibt und wie Sie Ihren persönlichen Kinosaal technisch ausstatten, lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Hohe Bildauflösung und umfassender Raumklang

Mit einem eigenen Heimkino gestalten Sie Ihren Filmabend nach Ihren persönlichen Vorlieben. Egal, ob es draußen stürmt und regnet oder welches Programm derzeit in den Kinos läuft: Sie entscheiden, was wann gespielt wird, und können unabhängig von der Tageszeit den Film Ihrer Wahl ansehen. Mit dem Kino in den eigenen vier Wänden ersparen Sie sich zudem Wartezeiten an der Kinokasse, haben freien Blick auf die Leinwand und werden nicht durch Kommentare anderer Besucher oder knisternde Popcorntüten gestört. Zu laut oder zu leise – auch das gibt es nicht, denn Sie stellen den Sound nach Ihrem Gusto ein.

Heimkinos bieten eine besonders große Bilddiagonale und unterschiedliche Formate, darunter mit 21:9 auch echtes Kinoformat. Außerdem können Sie neben Filmen auch das aktuelle TV-Programm – zum Beispiel bei Sportevents wie den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM – oder Streaming-Angebote auf die Leinwand projizieren. Ihn Ihrem persönlichen Kinosaal sind die fünf Komponenten eines Heimkinos – Projektor, Leinwand, Soundanlage, Lautsprecher und Abspielgerät – aufeinander abgestimmt, sodass Sie die technischen Möglichkeiten voll ausschöpfen.

Der Projektor als zentrales Element Ihres Heimkinos

Die Bildqualität hängt in entscheidendem Maße vom Beamer ab, den Sie verwenden. Für eine HD-Auflösung sind 1.920 x 1.080 Bildpunkte erforderlich. Im Wesentlichen werden drei Technologien der Bilderzeugung unterschieden, sodass es drei verschiedene Beamerkategorien gibt.

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DLP-Projektor

Beim Digital-Light-Processing (DLP) wird ein Mikrofoneprozessor genutzt, auf dessen Oberfläche bis zu zwei Millionen winzige Spiegel sitzen. Diese Spiegel reflektieren das Licht und generieren die entsprechenden Bildpunkte auf der Leinwand. Die Darstellung von Schwarztönen gelingt damit besonders gut. Sehr schnelle Bildwechsel bewältigt ein DLP-Beamer dank seiner schnellen Reaktionszeit ohne Nachzieheffekt. Solche Projektoren sind ab 220 € erhältlich.

LCD-Projektor

Beamer mit Liquid-Crystal-Display (LCD) setzen auf eine Flüssigkristallanzeige, bei der das Licht zunächst mithilfe eines Prismas in die drei Grundfarben zerlegt und anschließend durch mehrere LCD-Chips geleitet wird. Damit ist eine feine Abstufung zwischen hellen und dunklen Farbtönen möglich. Auch Schriften und Ziffern erscheinen mit LCD-Technologie besonders scharf. LCD-Beamer gibt es ab 380 €.

LED-Projektor

Beamer mit LEDs (Light Emitting Diodes) nutzen Leuchtdioden als Lichtquelle, für die Bildgebung kommt DLP- oder LCD-Technik zum Einsatz. Da die LED-Beamer energieeffizient arbeiten und wenig Wärme produzieren, sinkt der Kühlbedarf. Solche Modelle sind somit sehr kompakt und häufig auch batteriebetrieben nutzbar. Einsteigermodelle beginnen preislich bei 75 €.

Ihre Leinwand sorgt für scharfe Bilder im Großformat

Sie können den Film auf eine freie Wand projizieren, zum Beispiel im Wohnzimmer oder im Hobbykeller. Schärfer und kontrastreicher fallen die Bilder aber aus, wenn Sie eine Leinwand verwenden. Dabei haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Formaten und Größen:

  • Bei quadratischen Modellen reicht die Spannbreite von 160 bis 240 cm.
  • Leinwände mit einem Seitenverhältnis von 16:9 weisen eine Breite von 160 bis 350 cm auf, die Höhe variiert entsprechend zwischen 90 und 220 cm.
  • 4:3-Modelle sind zwischen 160 und 350 cm breit sowie zwischen 120 und 265 cm hoch.

Bei der Installation der Leinwand sind drei Varianten möglich:

Stativ-Leinwand

Gut geeignet für den schnellen Einsatz, etwa im Büro oder auch um Fotos anzusehen, ist eine Leinwand, die auf ein Stativ montiert ist. Einsteigergeräte gibt es ab 60 €.

Rollo-Leinwand

Für den Einsatz in Zimmern, die üblicherweise für andere Zwecke genutzt werden, empfiehlt sich eine Rollo-Leinwand. Eingerollt beansprucht sie kaum Platz und ist zudem vor Schmutz und Staub geschützt. Viele Modelle verfügen über einen Motor zum Ein- und Ausrollen. Auch solche Leinwände sind ab 60 € erhältlich.

Rahmenleinwand

Diese Leinwände werden wie ein großformatiges Bild oder Poster an der Wand angebracht, das Projektionstuch ist dabei in einen Rahmen eingespannt. Ein solches Modell eignet sich vor allem für Räume, die in erster Linie als Kinosaal genutzt werden. Kostenpunkt: ab 220 €.

Eine Soundanlage für Klangerlebnisse in Kinoqualität

Zum guten Ton gehört bei Filmfans eine entsprechende Soundanlage, die Formate wie Dolby Digital, Dolby Digital Plus oder DTS unterstützt. Der Lautsprecher, der in den Beamer integriert ist, reicht dafür meist nicht aus. Deshalb lohnt sich die Anschaffung eines externen Systems, das mit einer höheren Ausgangsleistung und einer größeren Frequenzbandbreite punktet. Im Wesentlichen stehen zwei Varianten zur Wahl:

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Soundbar

Die platzsparende Version einer externen Soundanlage ist eine kompakte Soundbar, in die bis zu 15 Mini-Lautsprecher integriert sind, um einen Raumklang zu erzeugen. Alternativ werden die Tonsignale digital aufbereitet. Gerade für kleinere Räume eignen sich solche Geräte mit einer Ausgangsleistung zwischen 40 und 600 W gut. Der Frequenzbereich liegt zwischen 20 und 150 Hz. Einfache Modelle gibt es ab 70 €.

Surround-System

Ein Surround-System besteht aus drei oder mehr Aktivlautsprechern, die das Signal ohne zusätzlichen Verstärker von der Signalquelle wiedergeben. Die Ausgangsleistung solcher Komponenten beträgt 80 bis 1.200 Watt, der Frequenzbereich umfasst zwischen 80 Hz und 108 MHz. Surround-Systeme in der einfachsten Ausfertigung sind ab 75 € erhältlich, das obere Limit liegt bei rund 2.000 €.

Neue Klangwelten dank Lautsprechersystemen

Mit geeigneten Lautsprechern können Sie bei sich zu Hause eine Klangkulisse wie im Kino erzeugen. Je nachdem, ob neben dem Subwoofer für die tiefen Frequenzen (Bässe) noch zwei, fünf oder sieben Lautsprecher zur Ausstattung gehören, wird zwischen 2.1-, 5.1- und 7.1-Soundsystemen unterschieden:

  • 2.1-Soundsysteme bestehen aus einem Subwoofer sowie zwei sogenannten Frontlautsprechern, die vorne neben der Leinwand angebracht werden.
  • Bei 5.1-Soundsystemen spielen neben dem Subwoofer zwei Frontlautsprecher, ein Center-Speaker, der über oder unter der Leinwand steht, sowie zwei Surround-Lautsprecher neben oder hinter den Sitzen zusammen, um einen Raumklang zu erzeugen.
  • 7.1-Soundsysteme verfügen zusätzlich zu den Lautsprechern eines 5.1-Systems über zwei weitere Speaker, die seitlich zwischen Leinwand und Zuschauer stehen.

Ihr Abspielgerät als Quelle der Unterhaltung

Ein Zuspieler versorgt Projektor und Soundanlage mit Ton- und Bildsignalen. Zum Einsatz kommen meistens Abspielgeräte für die Medienformate DVD und Blu-Ray, Sie können aber auch andere Zuspieler an Ihre Heimkino-Anlage anschließen – zum Beispiel Konsolen, Set-Top-Boxen, Media-Server oder Receiver.

DVD-Player

Auf einer Digital Video Disc (DVD) können Sie neben Filmen auch Fotos oder Daten speichern und anschließend mit dem DVD-Player abspielen. Falls Sie Filme in High Definition (HD) ansehen wollen, ist eine Upscaling-Funktion wichtig: Sie rechnet die Videodaten in das höher auflösende Bildformat um. Preislich beginnen DVD-Player bei 35 €.

Blu-Ray-Player

Die Weiterentwicklung der DVD ist die Blu-Ray-Disc, auf die dank einer speziellen Lasertechnik bis zu 70-mal mehr Daten passen als auf eine CD. Die kleinen Scheiben sind damit insbesondere für hoch auflösende Videoinhalte konzipiert. Viele Blu-Ray-Player unterstützen daher Videoformate bis hin zur Auflösung Ultra HD / 4K. Blue-Ray-Player sind ab 60 € zu haben.

Blu-Ray-Recorder

Viele Blu-Ray-Player lassen sich zugleich als Blu-Ray-Recorder nutzen, um selbst Filme aufzunehmen. Technisch bieten solche Kombigeräte die gleichen Möglichkeiten wie Blu-Ray-Player – von 3D-Wiedergabe über DLNA bis hin zu WLAN. Blu-Ray-Recorder sind ab 110 € erhältlich.

Tipp: Mit einer Universalfernbedienung lassen sich gleich mehrere Geräte wie DVD-Player und Fernseher kontrollieren, ohne dass Sie für jede Komponente eine eigene Fernbedienung benötigen.

Weitere Kaufkriterien für ein ausgereiftes Heimkino-Erlebnis

Neben den fünf Komponenten, die für Kinoatmosphäre im eigenen Zuhause sorgen, ist auch noch auf die Anschlüsse und die Multimedia-Funktionen zu achten.

Anschlüsse

Wie vielseitig Ihr Heimkino-Paket einsetzbar ist, hängt von den Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Geräten ab. HDMI-Eingänge und -Ausgänge, USB-Anschlüsse und AUX-Buchsen an den Geräten sorgen für eine hohe Qualität bei der Übertragung der Signale und für viele Freiheiten bei der Zusammenstellung Ihres Heimkinos.

Netzwerk- und Multimedia-Möglichkeiten

Wenn Ihr Player internetfähig ist, können Sie Streaming-Dienste nutzen, um Filme oder Musik direkt aus dem Web ins Heimkino zu übertragen. Eine kabellose Verbindung per WLAN zum Internetrouter oder per Bluetooth zu den Lautsprechern sorgt für hohen Komfort und eröffnet Ihnen zusätzliche gestalterische Möglichkeiten in Ihrem Heim.

Wie Sie den geeigneten Raum für Ihr Kinovergnügen finden

Im Grunde können Sie jeden größeren Raum, in dem genügend Platz für Leinwand, Projektor sowie Soundanlage und Lautsprecher ist, in Ihr persönliches Heimkino verwandeln. Allerdings bieten sich manche Zimmer besonders an. Sehr gut geeignet ist ein Hobbykeller bzw. ein Raum im Souterrain oder Untergeschoss. Solche Räumlichkeiten sind häufig schallgedämpft und lassen sich zudem gut verdunkeln. Wenn Sie Ihr Wohnzimmer oder einen anderen bewohnten Raum für Ihr Heimkino nutzen wollen, empfiehlt es sich, Rollläden für die Verdunkelung einzusetzen. Dadurch gewinnt Ihr Leinwandvergnügen zusätzlich an Kontrast und Bildschärfe. Darüber hinaus ist es ratsam, Ihren „Kinosessel“ mittig zur Leinwand auszurichten und ausreichend Platz für Subwoofer und Lautsprecher einzuplanen. Der Projektor sollte hinter der Sitzgelegenheit stehen, alternativ können Sie ihn auch an der Decke anbringen.

Die richtigen Heimkino-Komponenten für Ihr Zuhause

Welche Bestandteile für Ihr persönliches Heimkino geeignet sind, hängt vor allem vom Raum ab. Folgende Einteilung hilft bei der Entscheidung:

Kleines Zimmer für großes Kino

Wenn Sie einen Raum mit wenig Platz als Kino nutzen wollen, empfehlen sich kleine Komponenten. Eine Stativ- oder eine Rollo-Leinwand verschwindet, wenn das Kino „geschlossen“ hat, eine Soundbar liefert den Raumklang ohne weitere Lautsprecher. Hier ist ein kompakter LED-Beamer ratsam, der als batteriebetriebenes Modell ohne Stromquelle auskommt.

Filmabende im Wohnzimmer

Wenn Sie einen Raum, in dem Möbel stehen, für Filmabende nutzen wollen, empfiehlt sich eine Rollo-Leinwand, die Sie nur bei Bedarf ausrollen. Empfehlenswert ist zudem ein LCD-Projektor, vor allem, wenn Sie das Zimmer nicht vollständig verdunkeln können, denn diese Beamer bieten eine feine Abstufung zwischen hellen und dunklen Farbtönen. Wenn Sie über genug Platz verfügen, um alle Lautsprecher unterzubringen, lohnt sich ein Surround-System mit zwei oder fünf Lautsprechern. Als platzsparende Alternative bietet sich eine Soundbar an.

Ein eigener Raum als Heimkino-Traum

Wenn Sie Ihren Hobbykeller oder einen anderen Raum vorwiegend als Kinosaal nutzen wollen und dort über genügend Platz verfügen, eignen sich eine Rahmenleinwand sowie ein 5.1- oder ein 7.1-System. Hier lassen sich Kabel problemlos verlegen und eventuell in der Wand verstecken. Beim Beamer sind Sie mit einem DLP-Projektor gut beraten, der Schwarztöne besonders intensiv wiedergibt und schnelle Bildwechsel gut bewältigt.

Fazit: Entspannte Kinoabende im eigenen Zuhause genießen

Anstatt auf das aktuelle Programm angewiesen zu sein, sich bei Wind und Wetter auf den Weg zu machen und an der Kinokasse anzustehen, können Sie sich mit Ihrem Heimkino das Kinoerlebnis einfach in die eigenen vier Wände holen. Für einen Filmabend – mit Freunden, der Familie oder allein – benötigen Sie fünf Zutaten, die Sie nach den Gegebenheiten in Ihrem Zuhause zusammenstellen:

  • Für ein Kinovergnügen in einem kleineren Zimmer empfehlen sich eine platzsparende Rollo- oder eine Stativ-Leinwand sowie ein kompakter LED-Beamer und eine Soundbar. Mit diesen Komponenten schaffen Sie auch in begrenzten Räumlichkeiten Kinoatmosphäre.
  • Für ein Heimkino im Wohnzimmer eignet sich eine Rollo-Leinwand. Zudem kommen ein LCD-Beamer und je nach Platz eine Soundbar oder ein Surround-System den Gegebenheiten entgegen.
  • Wenn Sie einen Hobbykeller oder ein größeres separates Zimmer als Kinosaal nutzen, sind Sie mit einem 5.1- oder 7.1-Soundsystem und einer Rahmenleinwand gut beraten. Mit einem DLP-Projektor ergänzen Sie diese Komponenten zu Ihrem persönlichen Heimkino-Paket.

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