Rauchmeldern und Brandmeldern gehören zur wichtigsten Sicherheitstechnik in jedem Haushalt. Unser Ratgeber erklärt Ihnen, wie Sie Ihre Familie und Ihr Eigentum vor Schäden schützen und was Sie zur Rauchmelderpflicht wissen sollten.

Günstige, geprüfte Rauchmelder: Zuverlässige Sicherheit

Entdecken Sie bei uns eine große Auswahl an Rauchmeldern für Ihre spezifischen Bedürfnisse. Erfahren Sie hier in unserem Ratgeber alles zum Thema Brandmelder und Rauchmelderpflicht.

Mehr als 400 Brandtote jährlich und rund 210.000 gemeldete Brandschäden allein im Jahr 2014 zeigen: Den Brandschutz in Ihrem Haushalt sollten Sie nicht ignorieren! Zuverlässige, geprüfte Rauchmelder sind bereits für unter 10 Euro erhältlich, können einfach ohne Bohreninstalliert werden und beinhalten Batterien mit bis zu 12 Jahren Lebensdauer.

Rauchmelder in Wohnräumen warnen frühzeitig vor Gefahr

Unter dem Begriff Brandmelder werden Rauchmelder und Hitzemelder zusammengefasst. Rauchwarnmelder erkennen durch das Streulichtverfahren schon kleinste Rauchpartikel im überwachten Raum. Daher müssen Bundesweit Rauchwarnmelder in allen Wohn- und Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren vorhanden sein.

Rauchmelderpflicht in allen 16 Bundesländern: Jetzt nachrüsten!

Alle deutschen Bundesländer haben in den vergangenen Jahren die Pflicht zur Installation von Rauchwarnmeldern in privaten Haushalten eingeführt. So soll die Zahl der durch Brände zu Tode gekommenen Menschen deutlich reduziert werden, denn: Die meisten Brandopfer ersticken im Schlaf, noch bevor sie das eigentliche Feuer bemerken.

In jedem Bundesland herrscht mittlerweile Rauchmelderpflicht in den privaten Wohnungen und Häusern. In den meisten Bundesländern ist der Nachrüsttermin schon erfolgt. Leben Sie in einem dieser Bundesländer und haben noch keinen Rauchmelder, sollten Sie schnellstmöglich Abhilfe schaffen!

Bundesland Nachrüstung bis Verantwortlich für Einbau** Verantwortlich für Betriebsbereitschaft
Baden-Württemberg 31.12.2014 Eigentümer Bewohner
Bayern 31.12.2017 Eigentümer Bewohner
Berlin 31.12.2020 Eigentümer* Bewohner
Brandenburg 31.12.2020 Eigentümer* Eigentümer*
Bremen 31.12.2015 Eigentümer Bewohner
Hamburg 31.12.2010 Eigentümer* Eigentümer*
Hessen 31.12.2014 Eigentümer Bewohner
Mecklenburg-Vorpommern 31.12.2009 Eigentümer* Eigentümer*
Niedersachsen 31.12.2015 Eigentümer Bewohner
Nordrhein-Westfalen 31.12.2016 Eigentümer Bewohner
Rheinland-Pfalz 12.07.2012 Eigentümer* Eigentümer*
Saarland 31.12.2016 Eigentümer Eigentümer*
Sachsen nur in Neu- & Umbauten Eigentümer Bewohner
Sachsen-Anhalt 31.12.2015 Eigentümer* Eigentümer*
Schleswig Holstein 31.12.2010 Eigentümer Bewohner
Thüringen 31.12.2018 Eigentümer* Eigentümer*

* Geht aus der Landesbauordnung nicht eindeutig hervor
** Bei Neu- & umfangreichen Umbauten ist für den Einbau der Bauherr verantwortlich.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Eine Leucht-Diode sendet einen Lichtstrahl aus, der von den Rauchpartikeln gebrochen und zurück ins Gerät geworfen wird. Dort trifft der Lichtstrahl auf einen Sensor, welcher den Alarm auslöst.

Höherwertigere Rauchwarnmelder besitzen eine Laser-Diode, die auf noch kleinere Partikel reagiert und lösen daher besonders frühzeitig Alarm aus.

Unterschiede zwischen Rauchmelder und Hitzemelder

Rauchmelder: (hier kaufen)

  • Erkennen kleinste Rauchpartikel und lösen Alarm aus
  • Gesetzliche Rauchmelderpflicht in allen Bundesländern
  • Meist Batteriebetrieb, unkomplizierte Wartung
  • Einfache Montage ohne Bohren

Hitzemelder: (hier kaufen)

  • Reagieren auf hohe Temperaturen und Temperaturanstiege
  • Brandschutz für Küchen und andere feuchtwarme Räume
  • Erkennen bereits kleinste Temperaturunterschiede frühzeitig
  • Meist Batteriebetrieb, unkomplizierte Wartung
  • Einfache Montage ohne Bohren

Hitzemelder nur für Küchen und feuchtwarme Räume

Hitzemelder, auch Wärmemelder genannt, reagieren durch eingebaute Temperatur-Sensoren sowohl auf die Überschreitung einer Maximaltemperatur (meist 60 °C) als auch auf einen deutlichen Temperaturanstieg innerhalb kurzer Zeit (in der Regel 5 °C binnen 3 Minuten). Ein Heißleiter, der im Inneren des Gerätes verbaut ist, misst die Temperatur im Raum und vergleicht sie mit einer Referenz.

Da für uns die größte Gefahr meist nicht das Feuer, sondern die Rauchentwicklung ist, sollten Hitzemelder nur ergänzend in feuchtwarmen Räumen mit partikelbelasteter Luft eingesetzt werden, vornehmlich in Küchen, Garagen und Werkstätten.

Besonderheiten und Zubehör für Brandmelder

Zertifizierungen und Normen: Achten Sie beim Kauf von Brandmeldern darauf, dass diese zertifiziert sind. Wichtige Qualitätsmerkmale sind die Zertifizierung vom TÜV, die Entsprechung der DIN, die Anerkennung gemäß der europäischen Produktnorm EN 14604, sowie der VdS.

Test-Spray für Rauchmelder: Während der Neuinstallation und bei der jährlichen Wartung sollten Rauchmelder auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Hierfür sind spezielle Test-Sprays erhältlich, die bei korrekter Funktionsweise des Rauchmelders einen Alarm auslösen.

Vernetzbarkeit: Viele Brandmelder sind drahtlos über Funk vernetzbar. Erkennt eines der Geräte einen Brand, lösen alle verbundenen Melder das Alarmsignal aus. Eine separate Funkzentrale dient optional zur Steuerung und Überwachung der einzelnen Feuermelder. Funk-Fernbedienungen ermöglichen es, einen ausgelösten Alarm manuell abzuschalten oder einen Test-Alarm auszulösen.

Notlicht: Immer mehr Rauchmelder verfügen über ein Notlicht. In der chaotischen Situation eines Brandes soll es der Orientierung dienen und den Fluchtweg schneller auffindbar machen.

Übersicht: Welcher Brandmelder ist der Richtige?

Rauchmelder sind die beste Wahl:

  • Für alle Wohnräume, Schlaf- und Kinderzimmer, Flure
  • Für Räume ohne feuchte Wärme und Partikelbelastung in der Luft
  • Für einen zuverlässigen Schutz von Personen

Vernetzbare Brandmelder sind die beste Wahl:

  • Für größere Wohnungen und Häuser mit mehreren Etagen
  • Bieten zusätzliche Sicherheit, da alle Brandmelder Alarm auslösen
  • Realisierbar durch Kabel oder drahtlos über Funk und erweiterbar (Funk-Zentrale, Fernbedienung)

Hitzemelder sind die beste Wahl:

  • Für Küchen, Garagen, Werkstätten
  • Für alle feuchtwarmen Räume mit Partikeln in der Luft, die keine Wohn-/Schlafräume sind
  • Für den Sachschutz und als Ergänzung zu Rauchmeldern im Haushalt

Brandmelder mit Stromversorgung über Kabel sind die beste Wahl:

  • Wenn Sie das System für Neu-/Umbau planen
  • Wenn es an eine Alarmanlage angeschlossen werden soll
  • Wenn die Brandmelder mit anderen Geräten verbunden werden sollen

DIE BESTEN RAUCHMELDER MIT 10-JAHRE-LANGZEIT BATTERIE

Immer wieder erreicht uns die Anfrage, was es mit den sogenannten 10-Jahres-Rauchmeldern auf sich hat. Die Rauchmelder mit einer 10-Jahre-Langzeit Lithiumbatterie halten zehn Jahre lang und werden wie der Name schon sagt in der Regel mit Lithium Batterien ausgeliefert.

Lithium Batterien haben den Vorteil, dass sie eine höhere Spannung haben und einen niedrigeren Selbstentladewert. Der Selbstentladewert beschreibt die Tatsache, dass normale Alkaline-Batterien sich langsam selbst entladen, auch wenn sie nicht genutzt werden. Das merken sie häufig daran, dass Batterien die sie vor 3 Jahren gekauft haben bei der Nutzung dann schon am Anfang fast leer sind.

Lithium-Langzeitbatterien sind darauf ausgelegt einen ganz geringen Selbstentladewert zu haben, um Geräte länger mit Strom versorgen zu können. Durch diese Langzeit Lithium Batterien erreichen viele Rauchmelder Lebenszeiten von bis zu zehn Jahren.

Die Hersteller werben dann auch mit der Aussage, dass die Rauchmelder zehn Jahre sicher funktionsfähig bleiben.

WARUM GIBT ES KEINE RAUCHMELDER, DIE LÄNGER ALS ZEHN JAHRE HALTEN?

Das liegt zum einen daran, dass die verbauten Batterien nur zehn Jahre die Stromversorgung sicherstellen können und auch daran, dass durch die Verschmutzung der Rauchkammer in den Rauchmeldern die Funktionsfähigkeit über diesen Zeitraum hinaus eingeschränkt wäre.

Deswegen ist auch ein Austausch der Lithium Batterien bei diesen Langzeit-Rauchmeldern nicht möglich. Tatsächlich gibt es auch Rauchmelder, die mit austauschbaren Batterien betrieben werden. Diese Alkaline-Batterien halten jedoch in der Regel maximal drei Jahre. Die Hersteller verwenden dafür in der Regel 9 V Batterieblocks. Tatsächlich gibt es auch Rauchmelder, die mit austauschbaren Lithium Batterien betrieben werden. In der Regel handelt es sich hier um 9 V Lithiumsblöcke, die eine sehr lange Lebenszeit haben.

Da die angesprochene Verschmutzung der Rauchkammer nach zehn Jahren ziemlich weit fortgeschritten ist, empfehlen wir allerdings nicht einen Rauchmelder länger als zehn Jahre zu verwenden. Bei diesen günstigen Rauchmeldern für den Privathaushalt lohnt sich das einfach nicht. Denn erhältlich sind diese Geräte für 20-30 € und die 9 V Lithiumsblöcke kosten auch nicht gerade wenig.

Hat ein Rauchmelder eine verschmutzte Rauchkammer ist die Detektionsfähigkeit und die Funktionswirksamkeit des Rauchmelders stark eingeschränkt und sollte deswegen ausgetauscht werden.

WIE ERKENNE ICH, DASS DIE BATTERIE AN MEINEM RAUCHMELDER ERSCHÖPFT IST?

Die gesetzliche Vorschrift für die Zulassung von Rauchmeldern im Privatgebrauch in deutschen Haushalten besagt, dass Rauchmelder mindestens 30 Tage bevor die Batterie ausfällt signalisieren muss, dass ein Batterietausch notwendig ist. Die Rauchmelder signalisieren das in der Regel mit einem blinken der Status-LED und mit einem akustischen Signal. In dem Fall sollte bei Rauchmeldern mit austauschbaren Batterien sofort die Batterie ausgetauscht werden. Bei Rauchmeldern mit Langzeit-Lithiumbatterien, die nicht austauschbar sind, sollte der Rauchmelder ersetzt werden.

GIBT ES EINEN PREISUNTERSCHIED ZWISCHEN RAUCHMELDERN MIT 10-JAHRES BATTERIEN UND ALKALINE-BATTERIEN?

Sehr günstige Rauchmelder mit Alkaline-Batterien gibt es im Baumarkt oder beim Discounter schon teilweise unter zehn Euro. Über die Qualität und Funktionsfähigkeit dieser Rauchmelder wollen wir uns nicht äußern. Fakt ist, das die Testsieger bei der Stiftung Warentest durchgängig Rauchmelder in einer Preisspanne von 20-35 € waren. Das hat seinen Grund. Denn Qualität hat einfach nun mal seinen Preis. Während die Alarmauslösung bei den sehr günstigen Modellen noch sehr gut ist und man auch hier davon ausgehen kann, dass die Alarmdetektion und die Raucherkennung sehr schnell erfolgt, so sieht es bei der Langlebigkeit und bei der Anfälligkeit für Fehlalarme schon wieder ganz anders aus.

Die sehr günstigen Rauchmelder neigen öfters zu Fehlalarmen und sind von der Langlebigkeit manchmal bei weitem nicht so robust wie die Qualitätsrauchmelder. Unsere Meinung dazu ist, dass man bei seiner Sicherheit nicht auf fünf Euro oder zehn Euro pro Rauchmelder schauen sollte.

Beim Preisunterschied muss man auch bedenken, dass bei Rauchmelder mit austauschbaren Batterien, die nicht Lithium Batterien sind, natürlich auch alle 2-3 Jahre die Batterien zu Buche schlagen. Kauft man hochwertige Markenbatterien, was man bei einem Rauchmelder tun sollte, dann schlägt eine 9 V Blockbatterie schnell mit 5-7 Euro zu Buche. Macht man das alle drei Jahre, dann hat man den Preisunterschied zu einem hochwertigen Qualitäts-Rauchmelder mit Lithium-Langzeitbatterie schnell aufgeholt. Außerdem will sicherlich keiner Nachts wegen einem Fehlalarm aus dem Bett gejagt werden.

VORTEILE UND NACHTEILE VON 10-JAHRES-LANGZEIT BATTERIEN

Die Vorteile von Rauchmeldern mit einer langlebigen Lithium Batterie liegt vor allem darin, dass während dieses Zeitraums kein nerviger Austausch von Batterien bei den Rauchmeldern notwendig ist. Hat man zwei oder drei Rauchmelder mag dieser Austausch kein großer Aufwand sein. Bei größeren Häusern oder sogar Mehrfamilienhäusern sieht es dagegen schon ganz anders aus.

Die Einsparung kann sich dann schnell zu einem Nachteil ausmachen. Außerdem müssen sie natürlich damit rechnen, dass schon nach 2-3 Jahren die Rauchmelder mit kurzlebigeren Batterien Signale ausgeben, dass die Batterien getauscht werden müssen. Die ganz günstigen Modelle unterscheiden dabei auch nicht zwischen Tag und Nacht, d.h. es wird dann regelmäßig passieren, dass sie Nachts aus dem Bett geholt werden, weil ein Rauchmelder auf die Idee kommt, dass seine Batterie getauscht werden muss. Wirklich sehr nervig! Wer das ein paar Mal mitgemacht hat, der kauft sich definitiv nur noch Langzeit-Rauchmelder, die das nur alle zehn Jahre mal machen und in der Regel dann auch so programmiert sind dass sie nur tagsüber das Signal von sich geben.

Der Hauptnachteil von Rauchmeldern mit Langzeit Batterie ist, dass der Anschaffungspreis in der Regel etwas höher liegt. Wie bereits dargelegt amortisiert sich der Rauchmelder allerdings nach einigen Jahren fast von selber.

WELCHEN RAUCHMELDER MIT LITHIUM-LANGZEITBATTERIE KÖNNEN SIE UNS EMPFEHLEN?

Bei den empfehlenswerteren Rauchmeldern mit zehn Jahres Langzeit Lithiumbatterie kommen vor allem die drei Testsieger unserer Rauchmelder Tests infrage. Diese Rauchmelder haben auch in der Stiftung Warentest die ersten drei Plätze unter sich ausgemacht. Da wäre zum einen der Ei 650 von Ei Electronics, der wahlweise als Standalone Rauchmelder betrieben werden kann, aber mit einem zusätzlichen Funk-Modul auch als Funkrauchmelder Verwendung findet.

Der Ei650 Electronics Rauchmelder hat für uns den klaren Vorteil, dass er schlafzimmertauglich ist. Das bedeutet er hat im Betriebszustand kein Blinksignal der Status-LED. Der zweite Rauchmelder den wir wärmstens empfehlen können ist der FireAngel ST-620, der in unserem Test ebenfalls eine sehr gute Figur gemacht hat. Der FireAngel ST-620 hat allerdings im Gegensatz zum Ei650 eine Status-LED, die alle 40 Sekunden durch ein kurzes blinken Betriebsbereitschaft signalisiert. Wen das stört, der sollte sich lieber zum Ei650 bewegen.

Der dritte Rauchmelder den wir empfehlen können ist Platz Nummer drei in unserem Test: der Hekatron Genius HX! Ebenfalls ein Rauchmelder der sowohl Standalone betrieben werden kann, als auch als Funkrauchmelder seinen Einsatz findet.

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