Endlich ist der große Tag gekommen. Die Einschulung steht bevor und Ihr Kind läuft schon aufgeregt durch die Wohnung. Die Schultüte bereits in der Hand, die Schultasche gepackt und schon kann’s losgehen. Mit einem Schwung landet der neue Schulranzen auf dem Rücken Ihres kleinen Abc-Schützen. Die ergonomische Rückenpartie und die verstellbaren Träger sorgen dafür, dass der Ranzen angenehm zu tragen ist und gut sitzt. Wichtige Informationen zu den treuen Begleitern des Schulalltags erfahren Sie hier.

Stabile Leichtgewichte: Das zeichnet Schulranzen aus

Schulranzen sind Taschen vor allem für Grundschüler, die zum Befördern von Schulutensilien wie von Büchern, Heften und Schreibutensilien gedacht sind. Die Schulranzen werden auf dem Rücken getragen und sind speziell auf die Bedürfnisse von Grundschulkindern ausgerichtet. Im Grundschulalter sind Muskulatur und Knochen noch nicht so ausgebildet wie bei Jugendlichen und Erwachsenen. Deshalb ist es wichtig, dass der Ranzen durch einen guten Sitz eine gerade Haltung fördert.

Eine ergonomisch geschwungene Rückenpartie, die sich an der S-Form der Wirbelsäule orientiert, erleichtert das Tragen und sorgt für eine gerade Haltung. Verstellbare Tragegurte sollten rutschsicher, breit genug und gepolstert sein. Das verhindert ein Einschneiden der Träger und bietet einen angenehmen Halt. Da Schulranzen viel auf dem Rücken getragen werden und auch während des Schulwegs selten abgenommen werden, sind zusätzliche Becken- und Brustgurte sinnvoll, um das Gewicht noch besser abzufangen.

Im Gegensatz zu klassischen Kinderrucksäcken weisen Schulranzen eine größere Stabilität und Übersichtlichkeit auf. Der Boden und die Seitenwände sind verstärkt und eine klare Fächeraufteilung ist erkennbar. Ihre Kinder können Hefte und Bücher also ordentlich und ohne lästige Knicke und Eselsohren einsortieren. Auch der Aspekt der Sicherheit wird bei Schulranzen großgeschrieben. Fluoreszierende Farben und Reflektoren bieten in der morgendlichen Dämmerung Sicherheit. Normale Rucksäcke weisen dagegen meist nicht so viele Reflektoren auf.

Gewicht und Größe: Passt der Schulranzen?

Wie schwer darf so ein Ranzen denn nun sein? Überholt ist die Annahme, dass das Maximalgewicht des Tornisters etwa 10 % des Gewichts seines Trägers ausmachen sollte. Das wären bei 30 kg Körpergewicht 3 kg Tragegewicht. Bei einem durchschnittlichen Inhalt von 1,5 kg dürfte der leere Ranzen also nicht mehr als 1,5 kg wiegen.

Aktuellere Richtlinien haben die 10 %-Faustformel großenteils abgelöst und empfehlen sogar eine Belastung von bis zu 12 bis 15 % des Körpergewichts des Kindes. Dabei haben Untersuchungen gezeigt, dass sportliche Kinder auch ein Tragegewicht von 20 % ihres Körpergewichts locker meistern können, während schwächere Kinder schon bei 12 % überlastet sein können. Daher gibt es keine pauschale Antwort auf die Frage, wie viel der Schulranzen Ihres Kindes wiegen darf. Als Faustformel können Sie sich allerdings merken: Je länger der Schulweg und je zarter das Schulkind, desto leichter sollte der Schulranzen sein.

Bei der Auswahl spielt nicht nur das Gewicht, sondern auch die Größe Ihres Kindes eine Rolle. Wenn die Träger so eingestellt sind, dass die Oberkante des Ranzens mit dem höchsten Punkt der Schultern abschließt, sollte die Unterkante ungefähr auf dem Beckenknochen liegen. Messen Sie also am besten die Rückenpartie Ihres Kindes aus und vergleichen Sie sie mit den Maßen des Ranzens. Zudem sollte der Tornister nicht wesentlich breiter sein als die Schulterpartie.

Sichtbarkeit im Straßenverkehr: Erfüllt der Ranzen die Norm?

Leider herrscht auf dem Schulweg nicht immer eitel Sonnenschein. Wie ein Ranzen gestaltet sein sollte, damit er die Sichtbarkeit des Kindes auch bei grauem Wetter, bei Dunkelheit und bei regennassen Straßen erhöht, gibt die DIN-Norm 58124 vor. Demnach sollen Vorder- und Seitenflächen mindestens zu 20 % aus fluoreszierendem Material in Orange-Rot oder Gelb bestehen. 10 % des gesamten Schulranzens sollen mit reflektierenden Materialien ausgestattet sein.

Der Norm sind nach oben hin natürlich keine Grenzen gesetzt. Durch zusätzliche Reflektoren zum Anhängen, Aufnähen, Aufkleben oder Umhängen können Sie die Sichtbarkeit Ihres Abc-Schützen im Verkehr erhöhen.

Stabil und schützend: Wie sind die inneren Werte?

Heutzutage sind Ranzen meistens aus Kunstfasern gefertigt. Das macht sie nicht nur strapazierfähig, sie sind auch wasserabweisend und mit ein paar Tropfen mildem Waschmittel leicht zu reinigen. Damit auch bei starkem Regen keine Feuchtigkeit an die Bücher und Hefte gelangt, sollten Sie allerdings überprüfen, ob sich das von Ihnen favorisierte Modell bündig schließen lässt oder ob irgendwo Ritzen entstehen können.

Die meisten Ranzen verfügen über mehrere übersichtliche und feste Fächer. Mindestens eins davon sollte die Ausmaße eines großen Schulheftes haben, damit die Hausaufgaben ohne Knicke und Eselsohren in den Klassenraum gelangen. Bei älteren Kindern und Jugendlichen kann auch ein Laptopfach sinnvoll sein. Immer mehr Hersteller bieten außen angebrachte Seitentaschen an. Sie eignen sich beispielsweise für Kinder-Trinkflaschen und Ähnliches. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie auf der anderen Seite des Ranzens ein Gegengewicht schaffen, zum Beispiel mit der Brotdose. Sonst wird die Wirbelsäule einseitig belastet.

Schwere Gegenstände wie dicke Bücher kommen im Schulranzen ganz nach hinten. Je näher das Gewicht am Rücken liegt, desto leichter lässt es sich tragen. Federmäppchen und Hefte finden weiter vorn Platz. Lassen Sie Ihren Nachwuchs am besten täglich nach den Hausaufgaben den Schulranzen (um-)packen. So verhindern Sie, dass er wahllos alles hineinstopft, was er in der Woche braucht. Ein zu vollgepackter, schwerer Ranzen ist nicht nur schlecht für den Körper. Er beeinträchtigt auch das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr.

Der passende Schulranzen: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Der Schulranzen begleitet Ihre Kinder in den meisten Fällen mehrere Jahre und sollte daher gut ausgesucht werden. Achten Sie beim Kauf auf einige wichtige Kriterien und Ihre Kleinen werden sicherlich lange Freude an dem neuen Ranzen haben.

  • Ergonomische Rückenpartie: Eine ergonomisch geformte Rückenpartie am Schulranzen sollte sich dem S-Verlauf der Wirbelsäule anpassen. Der Schulranzen sollte an mehreren Stellen am Körper anliegen und nicht über die Schultern hinausragen. Das entlastet die Knochen, schont die Schultern und sorgt für eine gesunde gerade Körperhaltung. Zusätzliche Polster sorgen für noch mehr Komfort.
  • Tragegurte: Die Tragegurte sollten gut gepolstert, verstellbar und mindestens 4 cm breit sein. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu lang eingestellt sind, dadurch würde das ganze Gewicht nach unten ziehen. Zusätzliche Becken- und Brustgurte dienen einer besseren Gewichtsverteilung und verleihen noch mehr Halt.
  • Gewicht: Das Leergewicht des Schulranzens sollte die Marke von 1.300 g nicht überstreiten. Packen Sie die Tasche jeden Tag neu, um überflüssige Schulmaterialien zu Hause zu lassen.
  • Sichtbarkeit und Verkehrssicherheit: Fluoreszierende Farben und Reflektoren sorgen auch in der Dämmerung für gute Sichtbarkeit und Verkehrssicherheit. Zusätzliche Katzenaugen können Sie je nach Bedarf einfach an dem Ranzen befestigen.
  • Innenaufteilung: Eine sinnvolle Fächeraufteilung sorgt für Ordnung und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Große und schwere Bücher gehören nah an den Rücken, leichte Schulmappen und Stifte können weiter vorn verstaut werden.
  • Standfestigkeit und Stabilität: Stabile Seitenwände und ein fester Boden bieten auch leeren Schulranzen einen sicheren Halt. Bücher und Hefte werden nicht geknickt und landen ohne Eselsohren auf dem Kinderschreibtisch.
  • Seitentaschen: Seitentaschen für Trinkflaschen und Brotdosen sind sinnvoll. Im Inneren könnte die Flasche auslaufen und die Schulmaterialien verschmutzen.
  • Schulranzen im Set: Ein Set besteht aus Ranzen, Turnbeutel, Federmappe und Stiften. Die einzelnen Bestandteile sind vom Design wunderbar aufeinander abgestimmt und bieten ein passendes Einsteiger-Set für Kinder.

Kindgerechte Designs in bunten Farben

So mancher Elternteil wird diesen Punkt als größte Herausforderung empfinden. Denn was das Erscheinungsbild ihres künftigen Begleiters angeht, haben die Kleinen häufig ganz eigene Vorstellungen. Trotzdem sollten Sie bei der Entscheidung die vorher genannten Kriterien mit einfließen lassen.

Modelle mit kindgerechten Motiven lassen Kinderaugen strahlen. Ob es die Disney-Lieblingsfigur ist oder der mutige Superheld, Kinder haben ihre Favoriten. Und das soll jeder sehen – auch in der Schule. Drachen, Feen und Einhörnerentführen die Kinder in eine spannende Welt voller Abenteuer, Prinzessinnen und Polizisten spiegeln die Persönlichkeit wider und Lieblingstiere wie Pferde oder Katzen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

In bunten und leuchtenden Farben – vielleicht in der Lieblingsfarbe – sind neutralere Schulranzen erhältlich. Individuell können die Kleinen bei einigen Ranzen das Design mit Patches oder Anhängern verändern und sie so jeden Tag neu gestalten.

Fazit: Komfortable Schulranzen für die Kleinsten

Der erste Schulranzen ist für Kinder schon etwas ganz Besonderes und sollte sorgsam ausgesucht werden. Neben der Optik spielen auch viele andere Kriterien eine wichtige Rolle. Die wichtigsten Informationen zu den bunten Schulbegleitern finden Sie hier zusammengefasst:

  • Schulranzen sind speziell auf die Bedürfnisse von Grundschulkindern angepasste Taschen zum Befördern von Schulmaterialien.
  • Eine ergonomisch gepolsterte Rückenpartie sorgt für eine gesunde gerade Körperhaltung.
  • Ein leerer Schulranzen sollte nicht mehr als 1.300 g wiegen und an die Größe Ihres Kindes angepasst sein.
  • Individuell verstellbare Schultergurte bieten einen hohen Tragekomfort und sorgen für eine angenehme Gewichtsverteilung.
  • Reflektoren und fluoreszierende Farben tragen zu einer erhöhten Verkehrssicherheit und Sichtbarkeit bei Dämmerung bei.
  • Farbenfrohe Modelle können mit Patches individuell gestaltet werden und Lieblingsmotive sorgen für kindgerechte Designs.

Fragen & Antworten

Spätestens ab der weiterführenden Schule ist der Schulranzen, der seit der 1. Klasse genutzt wurde, für viele Schüler nicht mehr „cool“ genug und muss gegen einen Schulrucksack ausgetauscht werden. Jedoch wird der Schulrucksack genauso häufig getragen wie der Schulranzen und sollte aus diesem Grund nicht nur durch funktionale,sondern auch durch ergonomische Gesichtspunkte überzeugen. Aus diesem Grund haben wir Fragen, die häufig an uns herangetragen werden, aufgenommen, und beantworten diese.

Wie reinige ich einen Schulrucksack?

Aufgrund der Tatsache, dass viele Schulrucksäcke teilweise über mechanische Kleinteile verfügen, raten wir dringend davon ab, die Schulrucksäcke in die Spühl- oder Waschmaschine zu legen. Stattdessen sollten Sie den Schulrucksack gründlich mit einer Bürste vom groben Schmutz befreien, dann mit einem Schwamm und einer Seifenlauge gründlich reinigen. Sobald der Schulrucksack getrocknet ist, sollten Sie den Schulrucksack vor dem nächsten Einsatz mit einem handelsüblichen Imprägnierspray behandeln.

Mit wie viel Jahren kaufe ich einen Schulrucksack?

Im Grunde spricht absolut gar nichts gegen einen Schulrucksack ab der ersten Klasse. So bieten die Marken ergobag, DerDieDas oder auch Deuter hochwertige Schulrucksäcke für Grundschüler. Jedoch greifen die meisten Eltern erst ab der weiterführenden Schule auf Schulrucksäcke zurück. Wichtig ist nur in jedem Fall, dass der Schulrucksack die passende Größe für den Schüler hat.

Welche Schulrucksack-Marke ist gerade in?

Sehr großer Beliebtheit bei den Kindern und Jugendlichen erfreut sich zurzeit die Marke satch. Diese Schulrucksäcke bestechen neben einer hohen Ergonomie und Funktionalität besonders durch viele coole Motive. Auch die Marken Eastpak, Dakine und 4YOU erfreuen sich großer Beliebtheit. Aber auch Marken wie Jack Wolfskin oder Deuter gehen nun mit Schulrucksäcken an den Markt.

Wie schwer darf ein Schulrucksack sein?

Zwar besagt eine Faustformel, dass ein Rucksack nicht schwerer als 10 % des eigenen Körpergewichts betragen sollte, jedoch wurde diese Faustformel für das Marschgepäck von Rekruten aus dem 1. Weltkrieg entwickelt, die mit dem Rucksack 20 km marschieren sollten. Somit lässt sich diese Faustformel nur schwer auf Schüler übertragen und entbehrt jegliche wissenschaftliche Grundlage. Vielmehr hat die Uni Saarbrücken herausgefunden, dass trainiert Kinder ohne Probleme ein deutlich höheres Gewicht (bis zu 20 % des Körpergewichts) tragen können. Aus diesem Grund ist der richtige Sitz und eine trainierte Muskulatur wichtiger als das Gewicht der Schulrucksäcke.

Wie viel Liter hat ein Schulrucksack?

Ein Schulrucksack sollte groß genug sein, um Hefte und Bücher verstauen zu können. Hierfür sollte der Schulrucksack über ein Volumen von mindestens 20 Litern verfügen. Ideal sind Schulrucksäcke, die über mehrere Fächer verfügen, in denen Bücher und Hefte separat verstaut werden können.

Wie packe ich meinen Schulrucksack richtig?

Für einen gesunden Rücken und ein bequemes Tragen ist es wichtig, dass der Schulrucksack richtig gepackt wird. Grundsätzlich und als oberste Divise gilt hier, dass Dinge, die nicht benötigt werden, auch nicht im Schulrucksack gehören. Außerdem sollten schwere Gegenstände wie Bücher oder Laptop möglichst nahe am Rücken platziert werden. Für Hefte und Schnellhefter und Ähnlichem empfiehlt sich gerade bei Schulrucksäcken der Gebrauch von Heftboxen. Diese schützen die Hefte vor dem Verknittern.

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