Stand Up Paddling oder SUP wird seit einigen Jahren immer populärer und gilt seit dem Einzug des Surfsports als der am schnellsten zunehmende Trendsport. Die Erklärung dazu ist einfach, denn der Sport ist leicht zu erlernen, von jeder Altersklasse und vielerorts auszuüben und verhältnismäßig gering in der Anschaffung.  Doch was ist Stand up Paddling? Stand up Paddling ist das Fortbewegen auf einem großen Surfbrett mithilfe eines Paddels. Stand Up Paddling ist eine hervorragende Alternative zum Surfen, wenn weder Wind noch Wellen vorhanden sind. Zudem kann SUP nicht nur auf dem Meer, sondern auch auf ruhigen Seen und Flüssen ausgeübt werden.

Stand Up Paddling trainiert den gesamten Körper, da Arme, Beine und Rumpf durch ständiges Ausbalancieren auf dem Board gefordert werden. Es eignet sich für die ganze Familie, wobei bereits Kinder ab sechs Jahren den Sport ausüben können – SUP ist schnell zu erlernen, wird nie langweilig und bereitet nebenbei sehr viel Spaß für jedes Alter. Für eine besondere Herausforderung eignet sich Stand Up Paddling im Wildwasser oder als Wettkampfsport. Es gibt inzwischen mehrere Disziplinen mit Racings über lange Strecken oder kurze Sprints sowie spannende SUP Wettbewerbe in den Wellen.

SUP – Welche Ausrüstung wird benötigt?

Fürs Stand up Paddling wird ein geeignetes SUP Board benötigt, dem Wetter angepasste Kleidung und Schuhe aus Neopren sowie entsprechendes Zubehör mit Paddel, Leashes, Finnen und bei inflatablen SUP Druckluftpumpen.  Beim Stand up Paddling ist für den jeweiligen Einsatz des Boards, die Körpergröße und das Gewicht seines Benutzers maßgebend. Als Grundregel gilt, je breiter und dicker das Board ist, desto mehr Volumen hat es und ist einfacher auszubalancieren. Leichtere Boards sind schneller, wendiger und kippeliger. Es gibt Wavebords, Cruising oder Explore-Boards, Raceboards, Wildwasserboards und inflatable SUP.  SUP Waveboards sind kurz und drehfreudig sowie speziell für den Einsatz in den Wellen konzipiert. Touringboards, auch Cruising oder Explore-Boards genannt, eignen sich für Anfänger und Ausflüge im Flachwasser. Sie sind schmaler und länger, sodass sie leichter gepaddelt werden können. Raceboards sind schmale schnelle Wettkampfboards, die schwierig zu balancieren sind und nicht für Anfänger des Stand up Paddling geeignet sind. Für den Einsatz im Wildwasser gibt es extrem stabile SUP, die ein erhöhtes Seitenvolumen besitzen. Zudem werden großvolumige kippstabile Boards für Fitness und Yoga und kleinere SUP für Kinder angeboten.

Stand up Paddling – Inflatable SUPs (ISUPs)

Bei inflatable SUPs oder ISUPs handelt es sich um aufblasbare Stand up Paddling Boards, die erst seit einigen Jahren auf dem Markt sind. Sie sind aus robustem langlebigem PVC-Material hergestellt, wobei innovative Technologien angewendet werden. Inflatable SUP werden mit einer Druckluftpumpe aufgepumpt. Nach dem Gebrauch wird die Luft herausgelassen und das Board wird zusammengerollt und in eine Tasche gepackt. Inflatable Stand up Paddling Boards vereinen viele Vorteile – so bieten sie seinem Besitzer eine enorme Flexibilität, da sie wenig Platz beanspruchen, sodass sie in kleinen Pkws oder auf Flugreisen mitgenommen werden können. Sie sind durch ihre stabile Bauweise gut für den Verleih und für steinige flache Gewässer geeignet. Die Verletzungsgefahr bei ISUPs ist geringer, womit sie ebenfalls gut für Kinder geeignet sind.

Welches SUP-Board soll ich wählen?

Bei der Auswahl des SUP’s können Sie sich zwischen einem aufblasbaren oder starren SUPentscheiden. Die Auswahl hängt von Ihrer Nutzung ab. Wenn Sie gelegentliche Ausflüge machen, benötigen Sie ein breites und dickes SUP-Board, welches mehr Stabilität bietet. Für regelmäßige SUP-Touren benötigen Sie ein langes und leichtes SUP-Board mit guter Qualität. Für das Surfen in Wellen, brauchen Sie ein Board, dass manövrierfähig ist. Deshalb sollte dieses dünner sein.

Wie finde ich das richtige SUP-Board?

Welches Modell am besten zu dir passt, entscheidet sich anhand verschiedener Faktoren. Dazu zählen Körpergewicht, Geschlecht und Fahrerkönnen des Stehpaddlers sowie der Einsatzbereich, in welchem das Board hauptsächlich genutzt wird. Darüber hinaus spielt auch das Budget des Fahrers eine Rolle, da die Preise zwischen den einzelnen Modellen stark variieren. Je nach Ausführung des Boards hinsichtlich Volumen, Länge und Breite kannst du dir in unserem Sortiment die passende Variante für deine persönlichen Ansprüche aussuchen. Nachfolgend geben wir dir hilfreiche Tipps, damit bei der Wahl des richtigen SUP-Boards nichts mehr schief gehen kann.

Hardboard oder aufblasbares SUP?

Im ersten Schritt geht es darum, die Ausführung des Boards zu wählen. Für viele SUPler kommt mittlerweile nur noch das Inflatable (aufblasbares SUP) in Frage, der eine oder andere bevorzugt nach wie vor das laminierte Hardboard. Aber wodurch unterscheiden sich die beiden Varianten?

Das aufblasbare SUP-Board

Aufgrund der speziellen Verarbeitungstechnik zwischen Ober- und Unterseite können aufblasbare Bretter mittlerweile mit Hochdruck aufgepumpt werden. Dadurch kann das „iSUP“ hinsichtlich der Festigkeit wunderbar mit den entsprechenden Hardboards mithalten. Hinzu kommt der einfache Transport, denn das aufblasbare Board ist vergleichsweise leicht und passt in nahezu jeden Kofferraum. Die praktische Transporttasche in Form eines Rucksacks ermöglicht es, das Board problemlos direkt ans Wasser zu tragen, um es dort auzupumpen. Die Tasche bietet zusätzlich Stauraum und Schlaufen für den Transport der benötigten Luftpumpe sowie eines zerlegbaren Paddels. Allerdings ist zu beachten, dass die aufblasbaren SUPs durch ihre runden, dicken Kanten etwas wackliger sind als die laminierten Hardboards. Unsere Eigenmarke Itiwithält für dich aufblasbare SUP-Boards in verschiedenen Längen und Ausführungen für den Einsatz im Flachwasser und bei kleinen Wellen bereit.

Das laminierte Hardboard

Im Punkt Handling und Transport kann das Hardboard zwar nicht ganz mit dem „iSUP“ mithalten, doch mit einem Dachträger auf dem Auto, sind auch Hardboars gut transportierbar. Für die Lagerung wird allerdings eine Garage oder ähnliches benötigt, da ein übliches Flachwasserboard mit einer Länge zwischen 3,00 Meter und 3,80 Meter kaum in einen Keller passt. Dafür fällt vor Ort das Aufpumpen weg und kannst direkt mit dem Paddeln loslegen. Darüber hinaus ermöglicht ein Hardboard ein etwas direkteres Fahrgefühl und eine bessere Fahrleistung. Bei unserer Eigenmarke Itiwit findest du preiswerte SUP-Hardboards mit einem flachen, harten Shape für ein ausgezeichnetes Gleitverhalten auf dem Wasser.

Die Länge

Je nach Einsatzbereich und Fahrerkönnen variiert die Länge des SUP-Boards. Angegeben wird diese in „Fuß“ und „Inch“. Ein Brett mit 10‘5 ist demnach 10 Fuß und 5 Inch lang, wobei ein Fuß 30 Zentimeter Länge und ein Inch 2,54 Zentimeter entspricht. Für Anfänger eignet sich üblicherweise ein durchschnittlich langes SUP-Board zwischen 10‘2 und 12‘6. Je länger das Board ist, desto schneller und besser läuft es geradeaus, weshalb mehrere Paddelschläge nacheinander auf einer Seite möglich sind. Alles nach dem Grundsatz „Länge lauft“ Außerdem kann aufgrund des größeren Volumens bei Touren mehr Gepäck transportiert werden. Daher gilt: Für den Paddelspaß in der Nähe des Ufers reicht ein kürzeres, wendiges Brett zwischen 10‘2 und 11‘2 aus, wohingegen bei längeren Touren ein längeres Board bis zu 12‘6 zu empfehlen ist.

Die Breite

Die Breite des Stehpaddel-Boards bestimmt, wie stabil und kippfest Sie sich auf dem Wasser fortbewegen. Üblicherweise wählen Einsteiger ein SUP-Board aus, das zwischen 32 und 36 Inch breit ist. Je breiter das Board ist, desto mehr Sicherheit und Geradlinigkeit gibt es auch Stehpaddlern ohne wassersportliche Vorerfahrungen. Fortgeschrittene Stehpaddler, die sportlich veranlagt sind und auch vor Wellengang nicht zurückschrecken, können gerne zu schmaleren Boards zwischen 25 und 29 Inch greifen. Allerdings bedarf es hierfür viel Übung, denn das Fahren auf einem schmalen Raceboard (25 Inch) ist auch für geübte Stehpaddler eine wacklige Herausforderung.

Die Dicke

Die übliche Dicke eines SUP-Boards beträgt vier bis sechs Inch, wobei ein Modell mit vier Inch nur für leichte Fahrer geeignet ist, da sich diese bei zu hohem Gewicht (> 60kg) durchbiegen können, sodass Wasser über die Oberfläche schwappt. Allerdings ist es aufgrund seines geringen Gewichts leicht zu bedienen und dennoch kippstabil. Diese Boards sind auch für Kinder durch die Wendigkeit empfehlenswert, da die Kinder durch die stärkere Biegsamkeit und der oftmals kleineren Körpergröße etwas tiefer stehen. Auf den dickeren Brettern stehen auch schwere Fahrer stabil und können den Fahrspaß auf dem Wasser genießen.

Die Wahl des richtigen Paddels

Nachdem du die Entscheidung für das passende Board getroffen hast, steht die Wahl des richtigen Paddels an. Auch bei dieser Kaufentscheidung gibt es einige Dinge zu beachten, denn die Paddel unterscheiden sich in Länge, Blatt-Größe, Material und Einsatzbereich voneinander. Dabei spielen das Fahrkönnen des Sportlers sowie seine persönlichen Stärken und Schwächen eine wichtige Rolle.

Die Länge des Paddels

Je nach Einsatzgebiet kann die optimale Länge des Paddels variieren. Generell ist beim Stand up Paddling im Flachwasser zu beachten, dass die Länge des Paddels deine Körpergröße um etwa 15 bis 20 Zentimeter übersteigen sollte.

Die Blatt-Größe

Die Größe richtet sich nach dem Gewicht und der Körpergröße des Sportlers sowie nach dem Gewässer. Für das Fahren im Flachwasser eignet sich ein größeres Blatt, mit dem mehr Vortrieb erzielt werden kann. Beim Surfen ist hingegen ein kleineres Blatt zu empfehlen, das beim Ritt auf den Wellen flexibel und wendig ist. Je größer das Blatt ist, desto mehr Kraftaufwand ist für das Fortbewegen auf dem Wasser notwendig. Daher sollten kleine und leichte Paddler aufgrund des geringeren Wasserwiderstandes eher zu einem kleineren Blatt greifen.

SUP – Die Grundtechniken

Wie bei allen Sportarten gilt auch für das Stand up Paddlling: Übung macht den Meister. Zu aller erst solltest du darauf achten, dass sicher auf dem Board zu stehen. Dabei sollten die Füße parallel und etwa hüftbreit auseinander gestellt sein. Um kleine Wellen ausgleichen zu können, sind die Knie leicht gebeugt. Bei den Race-Varianten stellt man den Stärkeren Fuß nach hinten, um Stabilität zu erzeugen und eine höhere Geschwindigkeit aufbauen zu können.

Die Paddelbewegung

Der obere Arm am Griff wird als Druckarm bezeichnet und steht senkrecht über dem Paddelblatt, um die Paddelbewegung zu führen. Mit dem anderen Arm, dem Zugarm, greifst du durchweg fast gestreckt weiter unten an den Holm, um die Paddelbewegung auszusteuern. Diese besteht im Grunde aus drei Phasen: In der Einstechphase versuchst du, das Paddel möglichst weit nach vorn einzustechen. Die Zugphase beginnt, wenn das Paddel vollständig eingetaucht ist – das gesamte Paddelblatt sollte im Wasser sein. Ziehe das Paddel mit einer kräftigen Bewegung entlang des Boards nach hinten. Dabei sollte das Paddelblatt immer ziemlich senkrecht durchs Wasser gezogen werden. Anschließend beginnt die Rückholphase, in der das Paddel seitlich aus dem Wasser gezogen und um 90° gedreht über der Wasseroberfläche nach hinten geführt wird, von wo aus die Paddelbewegung von neuem ausgeführt wird.

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